Der Erfolg von Bellinzona

Schweizer Broschüre zu Betriebsbesetzungen

Was soll das hier?

Sei auch du solidarisch und unterstütze linken Journalismus mit einem freiwilligem Abo, einer Spende - oder noch besser entscheide dich für ein Digitalabo.

  • Wählen Sie ein Abo:

    • Online-Abo
    • Kombi-Abo
    • Print-Abo
    • App-Abo
    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit dem Online-Abo erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln in elektronischer Form auf unserer Webseite und dazu das nd-ePaper. Zum Online-Abo
    Mobil, kritisch und mit Links informiert:
    neues deutschland als ePaper – und am Wochenende im Briefkasten!
    Prämie: Das nd-Frühstücksbrettchen. Der Wegbegleiter für den Start in den Tag.
    Zum Kombi-Abo

    Lesen Sie das »nd« wo und wann Sie wollen. Mit der nd-App erhalten Sie Zugang zur Zeitung in elektronischer Form als App optimiert für Smartphone und Tablet.

    Die nd-App gibt es für iOs und Android.

    Zum App-Abo
  • Per Überweisung:

    Stichwort: nd-paywall

    Berliner Bank
    IBAN: DE11 1007 0848 0525 9502 04
    SWIFT-CODE (BIC): DEUTDEDB110

    Per Paypal

    PayPal

    Per Sofortüberweisung

    Sofortüberweisung

    Ich habe bezahlt.

  • Ich beteilige mich mit einer regelmäßigen Zahlung

    Wir freuen uns sehr, dass Sie zu dem Entschluss gekommen sind: Qualitätsjournalismus zur Stärkung einer Gegenöffentlichkeit von links ist mir etwas wert!

    Mit ihrem solidarischen Beitrag unterstützen Sie linken unabhängigen Qualitätsjournalismus. Und: Sie unterstützen die Menschen, die sich selbst ein Abo nicht leisten können. Wir sind der Ansicht, dass Journalismus für möglichst alle zugänglich sein soll – deshalb bieten wir einen großen Teil unserer Artikel gratis zum Lesen und teilen im Netz an. Aber nur Dank der Abonnements und Zahlungen vieler Leserinnen und Leser können wir jeden Tag eine Zeitung produzieren: Gedruckt, als Onlineausgabe und als App.

    Turnus

    Minimum 5 Euro/Monat

    Meine Bankdaten

    Persönliche Angaben

    *Pflichtfelder
     
     
  • Ich bin schon Abonnent
    Login

    Passwort vergessen?

  • Jetzt nicht ...
Am 7. März 2008 hatte die Belegschaft der Lokomotivwerke Bellinzona in der Schweiz einen unbefristeten Streik gegen die Schließungspläne der SBB-Cargo begonnen und das Werk besetzt. Eine massive Solidaritätskampagne zeigt Wirkung: Die Eigentümer ziehen die Schließungspläne zurück, Garantien werden gegeben, das Werk bis 2013 nicht zu schließen. Am 9. April 2008 ist der Streik beendet.

Der Züricher Gewerkschafter Rainer Thomann stellt in seiner Broschüre zu Betriebsbesetzungen als Waffe im gewerkschaftlichen Kampf das Beispiel Bellinzona an den Anfang. Im Heft beleuchtet er fünf aktuelle Arbeitskämpfe in der Schweiz, Italien und Spanien.

Offensive Haltung

In Bellinzona, so Thomann, konnte die Belegschaft mit der Werksbesetzung den Druck erhöhen. Die Fabrik wurde zum Treffpunkt für Streikende und Unterstützer, Zukunftsängste konnten dort gemeinsam besprochen werden, was ein Abbröckeln der Streikfront verhinderte. In Arbeiterversammlungen bestimmten die Streikenden selbst über ihren Kampf, Entscheidungen mussten einstimmig fallen. Dass dieses Modell funktionierte, lag nach Thomanns Meinung auch darin, dass politische Gruppen in den Versammlungen kein Rede- und Stimmrecht hatten. Auch die Gewerkschaften hatten kein Verhandlungsmandat, unterstützten aber die von der Belegschaft erhobenen Forderungen. Die wollte nicht über einen Sozialplan verhandeln, sondern für den Erhalt des Werkes kämpfen. In dieser offensiven Haltung sieht Thomann einen wesentlichen Grund für den Erfolg.

Fehler vermeiden

Die mit der Broschüre weitergegebenen Erfahrungen können mit Blick auf die Krise und zu erwartende Betriebskämpfe hierzulande wichtige Unterstützung für Belegschaften sein. Auch Fehler, die gemacht wurden, können so vermieden werden. So beschreibt Thomann das Beispiel der spanischen Zementfabrik Holcim Torredonjimeno, wo der Kampf der Belegschaft in den letzten beiden Monaten des Jahres 2008 geschwächt wurde, weil die Belegschaft sich spalten ließ. Die zuständige Gewerkschaft UGT hatte sich mit der Entlassung der 38 Leiharbeiter schon abgefunden, obwohl diese mit spektakulären Aktionen – aber isoliert – für ihre Jobs kämpften.

Thomann, Rainer: »Betriebsbesetzungen als wirksame Waffe im gewerkschaftlichen Kampf – Eine Studie aktueller Beispiele«, 63 S., gegen 2 Euro plus Versandkosten bei indiana.thomann@bluewin.ch bestellen oder im Netz herunterladen bei www.labournet.de.

Werbung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Jetzt aber schnell!

Schenken was wirklich Freude macht. Für diejenigen, die schon alles haben, oder auf kapitalistischen Überfluss verzichten wollen/sollen.

Jetzt bestellen oder verschenken