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Mentschow holt Sieg und Rosa Trikot

Russe überholt führenden Italiener Danilo Di Luca

  • Von Tom Mustroph, Riomaggiore
  • Lesedauer: 2 Min.

Die malerischen Cinque Terre boten kein Zeitfahren, sondern eine Hitzeschlacht. Bei 30 Grad Celsius nahmen die 187 Teilnehmer des Giro d’Italia die zwölfte Etappe in Angriff. Zwei anspruchsvolle Anstiege und zwei technisch schwierige Abfahrten sorgten dafür, dass die Teams die extra konstruierten Zeitfahrmaschinen in den Begleittrucks ließen. »Das ist wieder so eine Ungereimtheit«, schimpfte Jens Voigt. »Der Giro setzt ein Zeitfahren an. Aber der Kurs ist so, dass man die teuren Geräte nicht gebrauchen kann.« Zeitfahrmaschinen sind schwerer und starrer als gewöhnliche Straßenräder, was hier von Nachteil war.

Gestreikt hat niemand. Auch Voigt fuhr ins Ziel. Der Berliner brauchte gut zwölf Minuten länger als der Sieger Denis Mentschow. Der Russe hatte die Konkurrenz von Beginn an im Griff und holte souverän das rosa Trikot. Der bislang führende Italiener Danilo Di Luca kam über einen sechsten Platz nicht hinaus und verlor fast zwei Minuten. Lance Armstrong bot als 13. eine gute Vorstellung. Der Texaner fuhr vor allem in der Abfahrt stark. Mit Mentschow konnte sich aber niemand messen. In dieser Form ist er der große Favorit für Rom.

Ergebnisse:

  • 11. Etappe, Turin - Arenzano (214 km): 1. Cavendish (Gbr) 4:51:17 h; 2. Farrar (Usa); 3. Petacchi (Ita) alle gleiche Zeit.
  • 12. Etappe, EZF, Sestri Levante - Riomaggiore (60,6 km): 1. Mentschow (Rus) 1:34:29 h; 2. Leipheimer (Usa) + 0,20 min; 3. Garzelli (Ita) + 1,03.
  • Gesamt: 1. Mentschow 50:27:17 h; 2. Di Luca (Ita) + 0:34 min; 3. Leipheimer + 0:40; ... 53. Jens Voigt (Berlin) + 42:54.

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