In El Salvador geht es um mehr soziale Gerechtigkeit

Héctor Silva über die Perspektiven der künftigen Linksregierung

Der Arzt Héctor Silva war sechs Jahre lang Bürgermeister der Hauptstadt San Salvador, bis er sich 2003 mit der linken Partei Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) überwarf. Seit dem Wahlsieg des FMLN-Kandidaten Mauricio Funes bei den Präsidentschaftswahlen im März gehört Silva zum Beraterkreis des gewählten Präsidenten. Über die Perspektiven der Linksregierung sprach mit ihm für ND Michael Krämer.

ND: Mauricio Funes und die FMLN haben die Wahlen mit dem Versprechen des Wandels gewonnen. Worin kann dieser angesichts von rechter Parlamentsmehrheit und Wirtschaftskrise bestehen?
Silva: Der Wandel besteht darin, die Gesellschaft gerechter zu gestalten. Mittelfristig ist es nicht allzu schwer sich vorzustellen, wie dies aussehen könnte. Die große Herausforderung besteht jedoch in den kurzfristigen Änderungen.

Was bedeutet »kurzfristig«?
Innerhalb der kommenden drei Jahre, also bis zu den nächsten Parlamentswahlen. Mauricio Funes steht vor einer großen Herausforderung. Zum einen muss er das Vertrauen der Unternehmer gewinnen, um eine neue wirtschaftliche Dynamik zu ermöglichen. Zum anderen muss er schnell konkrete Verbesserungen für die Menschen erreichen, also ein Mehr an sozialer Gerechtigkeit, um seine Anhänger nicht zu enttäuschen. Aber er kann auch kurzfristig einiges erreichen, zum Beispiel durch ein Ende der Korruption oder dur...

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