Scientology-Betrüger auf der Anklagebank

Prozess gegen die französische Filiale der Sekte in Paris könnte ein Meilenstein zum Verbot werden

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Gegen die französische Filiale der Scientology-Sekte hat am Montag in Paris ein Prozess wegen »organisierten Bandenbetrugs« begonnen. Angeklagt sind neben der Organisation, die sich selbst als »Kirche« bezeichnet, in Frankreich jedoch seit 1995 offiziell als Sekte eingestuft ist, auch ihre Verlagsbuchhandlung und und sieben ranghohe Vertreter.

Anhand der Fälle von zwei Nebenklägern, die durch Scientology betrogen und ruiniert wurden, soll nun nachgewiesen werden, dass der Hauptzweck der Sekte darin besteht, gutgläubige Anhänger systematisch auszuplündern und immer größere Summen an die Zentrale in den USA zu überweisen oder im Land selbst in Immobilien anzulegen, um den Reichtum der Sekte zu mehren.

Zusätzlich wird einigen der Angeklagten vorgeworfen, sich widerrechtlich als Apotheker betätigt und zu horrenden Preise rezeptpflichtige Pharmaka verkauft zu haben.

Prinzip der massiven Einschüchterung

In dem Pariser Prozess werden auch Zeu...


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