Christoph Butterwegge 18.06.2009 / Wirtschaft und Umwelt

Versuchsballons für Repressionen

Neues Buch beschreibt den Zusammenhang zwischen Armut und Krise

Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrt Politikwissenschaft an der Universität zu Köln.

Seit die Bankenkrise mit dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers globale Dimensionen angenommen hat, deutet vieles auf größere soziale Verwerfungen und eine stärkere Zerklüftung der Gesellschaft in Arm und Reich hin. Man muss kein Prophet sein, um vor-aussagen zu können, dass mit der Arbeitslosigkeit auch die Armut stark zunehmen wird. Lohndumping fällt in Krisenzeiten leichter, sodass künftig noch erheblich mehr Beschäftigungsverhältnisse im Niedriglohnsektor angesiedelt sein dürften.

Fatale Folgen der Krise könnten zunehmende Verelendung von Millionen Menschen und eine dramatische Verschuldung aller Gebietskörperschaften des Staates, d. h. »öffentliche Armut« in einem vorher nicht gekannten Ausmaß sein. Aufgrund der härteren Verteilungskämpfe dürfte das soziale Klima wesentlich rauer werden. Bereits jetzt mehren sich Anzeichen für eine »härtere Gangart« gegenüber den Armen: So lehnte der Bundestag am 27. März mit den ...

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