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Ein Schweinestall als Festspielhaus

»Dorf macht Oper« ist jeden Sommer im Prignitz-Dorf Klein Leppin angesagt

  • Von Anselmus Schreck
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Geht es jetzt los?

Der Zug hat Verspätung. Seit sechs Stunden steckt Monostatos am Berliner Hauptbahnhof fest. »In dieser Zeit kommt man bis Amerika, nicht aber nach Klein Leppin«, ruft Christina Tast, nachdem sie am Telefon gerade erfahren hat, dass ein »Personenschaden« der Grund für die Verspätung sei. Wahrscheinlich hat sich mal wieder einer vor den Zug geworfen. Das kommt häufiger vor in der strukturschwachen Prignitz.

Auf den meisten Karten ist Klein Leppin gar nicht verzeichnet. Die Mehrzahl der Häuser wurde in den 1950er Jahren für Neubauern gebaut. Wie ausgestorben wirkt die Dorfstraße in der Mittagshitze. Es riecht nach Heu. Irgendwo kräht immerhin ein Hahn. Vor 15 Jahren zog Christina Tast mit Mann Steffen her. Sie ist Innenarchitektin, er Musiker im Rundfunksymphonieorchester Berlin. »Wir wollten aus der Stadt raus und haben gezielt gesucht.« Das Dorf hat den Eheleuten gleich gefallen. In einem alten Schafstall fanden sie ihr Zuhause.

In dem ...


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