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Acht Jahre Haft für Helfer der Al Qaida

Koblenz (dpa/ND). Ein deutscher Terrorhelfer der islamistischen Al Qaida ist am Montag vom Koblenzer Oberlandesgericht zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Richter verhängten die Gefängnisstrafe gegen den Edelsteinhändler wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung sowie acht vorsätzlicher Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz und ein EU-Embargo. Der 47-jährige Deutsche pakistanischer Herkunft hatte nach Überzeugung des Gerichts Geld und Material für das von Osama bin Laden gegründete weltweite Terrornetzwerk Al Qaida beschafft sowie potenzielle Kämpfer angeworben. Der Verurteilte hatte nach Überzeugung des Gerichts Kontakt zu hochrangigen Al Qaida-Mitgliedern und brachte von 2004 bis 2007 mindestens 80 000 Euro für die Terrororganisation nach Pakistan. Bei mindestens sieben Reisen soll er auch Zielfernrohre, Nachtsichtgeräte, Wanzendetektoren und Funkgeräte in seine ehemalige Heimat transportiert haben. Bereits 1991 sei er in einem Terrorcamp der Mudschaheddin ausgebildet worden und habe kurz darauf im Bosnien-Krieg gekämpft, sagte die Richterin. In den Folgejahren habe er zunächst eine Al Qaida-nahe islamistische Organisation unterstützt, bevor er 2003 Kontakt zum Terrornetzwerk von Osama bin Laden aufgenommen habe.

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