• Politik
  • »Bossnapping« und angedrohte Werkssprengungen: Proteste in Frankreich radikalisieren sich

Manager im Dschungelcamp

Frankreichs Lohnabhängige wehren sich – und nicht über Stellvertreter am grünen Tisch

  • Von Bernard Schmid, Paris
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Während in Deutschland der Arbeitskampf als »letztes Mittel« nach gescheiterten Gesprächen der Tarifpartner gilt, wird er in Frankreich genutzt, um zunächst einmal eine gewisse Chancengleichheit herzustellen.

Anderswo bezahlen Fach- und Führungskräfte viel Geld, um Survivalkurse im Dschungel zu absolvieren und ihre Überlebensreflexe zu trainieren. In Frankreich bekommen sie das hingegen manchmal völlig umsonst. Glaubt man jedenfalls der »Financial Times« vom 21. Mai 2009, so kommt die sich in jüngerer Zeit ausbreitende Mode des »Bossnapping« – der vorübergehenden Festsetzung von Managern oder Direktoren in ihren Büros durch wütende Lohnabhängige – einer Überlebensprüfung gleich. Die Zeitung gab Tipps für Führungskräfte, die spannungsreichen Treffen mit wütenden Arbeitskräften entgegen sehen.

Ein Dutzend Vorfälle von »Bossnapping« hat in den letzten Monaten in Frankreich stattgefunden. In der Regeln konnten dadurch höhere Abfindungszahlungen bei geplanten Entlassungen herausgeholt werden. Seltener ist dagegen, dass ein Standort als solcher gerettet werden wurde, aber mitunter konnte dennoch eine »Abwicklung« erheblich verzögert w...

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