Werbung

Popdeurope im arena-Areal

Afrolatino Arts Festival mit kolumbianischem Schwerpunkt

  • Von Hansdieter Grünfeld
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Zu noch vier weiteren abendfüllenden musikalischen Begegnungen, die neugierig machen, lädt bis einschließlich 21. August Popdeurope. Doch für das Afrolatino Arts Festival, das als informativer und geglückter Farbtupfer aus dem reinen Musikprogramm verdienterweise hervorleuchtet, öffnet das arena-Areal an diesem Samstag schon ab 14 Uhr. Bei der Präsentation des diesjährigen Schwerpunktes Kolumbien stehen sowohl Freiluft-, wie Hallenaktionen auf dem Programm. So werden Tanzwilligen mehrere DJs bereits den ersten Nachmittags-Schwung verpassen. Abgelöst vom Trio Palmera, mündet der späte Nachmittag in eine 90-minütige Schau zum Thema Latinomode.

»Eine Vielzweck-Mode ist angesagt, die auch tragbar und preiswert sein soll«, erklärt die Deutsch-Kolumbianerin Diana Römer-Duque, die den Schwerpunkt Kolumbien mitgestaltet hat. Afrolatino-Entsprechend wird auch gekocht. Disi, Kochbananen mit Reis, können beispielsweise geordert werden, und wohl erstmalig in Berlin, Arepas, kolumbianische Maisfladen unterschiedlich gefüllt.

Vier lateinamerikanische Künstler zeigen 20 Studien zum Thema Afrolatino. Nicht minder interessant: Auf Video flimmert das riskante Leben von Afro-Kolumbianern an der Pazifik-Küste. »In unmittelbarer Nähe des Panama-Kanals ist das Land dort ungeheuer begehrt. Um an Eigentums- und Besitzerrechte zu kommen, haben Großgrundbesitzer und Konzerne vertreiben oder gar morden lassen, nicht zu sprechen von einem planmäßig geschürten Rassismus«, merkt Römer-Duque an. Graffiti auf Stellwänden spontan gesprayt, wie auch ein Kinderworkshop beenden das Draußen-Programm.

»Nur für Erwachsene«, gemäß dem Werbeslogan eines Rundfunksenders, geht es in den Hallen mit Latino-Musik und Getränken bis nach Mitternacht weiter. Alles in Allem: Dank der geglückten Zusammenarbeit vieler, so zum Beispiel UnionCultur, Don Cali oder hochausdesign, kommt ein informatives Afrolatino Arts Festival auf Rasen und Brettern zustande, dessen Besuch auch als Familienausflug für nur sieben Euro pro Erwachsenem empfohlen werden kann, denn Kinder bis 14 Jahre haben außerdem freien Eintritt.

Am 18.7, ab 14 Uhr in der Arena, Eichenstr. 4, Alt-Treptow

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!