Londons Mitschuld soll ans Licht

Klage gegen britischen Staat wegen Verwicklung in Folterpraxis der USA

  • Von Gabriel Rath, London
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die britische Menschenrechtsgruppe Reprieve verlangt von der britischen Regierung, offenzulegen, was sie über die berüchtigten US-amerikanischen Auslieferungsflügen wusste. Am Fall eines Entführten soll die Verwicklung Londons in Misshandlungspraktiken nachgewiesen werden.

In der Verurteilung von Folter findet die britische Politik eines der wenigen Themen, auf das sich alle wichtigen Parteien einigen können. Die UNO-Konvention gegen Folter unterzeichnete London in den 80er Jahren, mit Stolz verweist man darauf, dass der letzte Fall staatlich angeordneter Misshandlung im Königreich aus dem Jahr 1641 stammt. Doch inzwischen ist offensichtlich, dass die britische Haltung im »Krieg gegen den Terror« seit den Anschlägen vom 11. September 2001 alles andere als ehrenhaft war.

Die Menschenrechtsgruppe Reprieve kündigte zu Wochenbeginn eine Klage gegen die britische Regierung wegen Verwicklung in die berüchtigten US-Auslieferungsflüge an. Damit waren Terrorverdächtige in den vergangenen Jahren aus dem asiatischen und nordafrikanischen Raum unter anderem auf US-amerikanisches Territorium gebracht worden, wo sie etwa im berüchtigten Gefangenenlager Guantanamo festgehalten wurden. Guantanamo aber ist weit, die US-Ma...

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