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Ölbedarf sinkt – Shell entlässt

Den Haag (dpa/ND). Der größte europäische Ölkonzern Shell reagiert mit Stellenkürzungen im Management und weiteren Reduzierungen der Kosten auf einen erneuten scharfen Rückgang seiner Profite. Vor allem wegen des Einbruchs der Öl- und Gaspreise sanken Shells Gewinne im zweiten Quartal um 70 Prozent auf 2,3 Milliarden Dollar (1,63 Milliarden Euro). Bei der Bekanntgabe der Zahlen warnte der neue Vorstandsvorsitzende Peter Voser am Donnerstag in Den Haag vor einem weiteren Rückgang der weltweiten Ölnachfrage.

Um die Profitabilität zu steigern, werde der Konzern effektiver aufgestellt, kündigte Voser an. Dazu gehöre, dass 20 Prozent aller führenden Manager-Positionen gestrichen wurden. »Weitere substanzielle Reduzierungen des Mitarbeiterstabes sind wahrscheinlich«, sagte Voser. Shell hat derzeit rund 102 000 Beschäftigte. Der im Juni begonnene Restrukturierungsplan »Transition 2009« werde vor Jahresende abgeschlossen sein. »Dies wird Shell vereinfachen und die persönliche Verantwortlichkeit erhöhen«, sagte der Schweizer Manager. Der nach Marktwert zweitgrößte Ölkonzerns der Welt zahlt seinen Aktionären für das zweite Quartal 2009 eine Dividende von 0,42 Dollar pro Aktie, das sind 5 Prozent mehr als 2008.

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