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China will weniger Abtreibungen

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Peking (AFP/ND). In China sorgen sich die Behörden um die hohe Zahl von Abtreibungen: Mindestens 13 Millionen Frauen nehmen in dem Land jährlich einen Schwangerschaftsabbruch vor, wie die Zeitung »China Daily« am Donnerstag unter Berufung auf Schätzungen berichtete. Angesichts der Unwissenheit vieler Chinesen in Bezug auf Sexualität und Verhütung forderten Experten eine konsequentere Aufklärung vor allem junger Menschen.

Fast die Hälfte der betroffenen Frauen habe keine Verhütungsmittel benutzt, sagte Wu Shangchun von der Nationalen Behörde für Bevölkerungs- und Familienplanung«. Es sei eine große Herausforderung, diese Zahlen zu verkleinern. Chinas Regierung übt mit der Ein-Kind-Politik auch großen Druck aus, um das Bevölkerungswachstum in dem Land mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern zu bremsen. In China werden jährlich 20 Millionen Kinder geboren.

Dem Bericht zufolge herrscht in der Bevölkerung große Unwissenheit in Bezug auf Sexualität und Verhütung. Eine Umfrage in einem Shanghaier Krankenhaus ergab, dass 30 Prozent der Anrufer einer Gesundheits-Hotline nicht wussten, wie eine Schwangerschaft zu vermeiden ist. Nur 17 Prozent war der Begriff der Geschlechtskrankheit bekannt. Die sexuelle Erziehung in China müsse vor allem bei Jugendlichen gestärkt werden, forderte Li Yiping von der Universität Peking. Chinesische Eltern wichen dem Thema Sex bei der Erziehung weithin aus, heißt es in dem Bericht. Gleichzeitig erlebe das einst ultrakonservative Land derzeit eine Art sexueller Revolution. Da die Zahl von 13 Millionen Schwangerschaftsabbrüchen nur aus den Unterlagen staatlich registrierter Abtreibungskliniken stammt, liege die Zahl der insgesamt abgetriebenen Kinder jedoch vermutlich deutlich höher.

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