Wie Hühner in der Käfighaltung

In Sachsen-Anhalt gibt es wachsenden Protest gegen das Flüchtlingsheim Möhlau

  • Von Hendrik Lasch, Wittenberg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der ungeklärte Tod eines Asylbewerbers hat zu Aufmerksamkeit für die schlechten Lebensbedingungen im Flüchtlingsheim Möhlau geführt. Bei einer Demonstration in Wittenberg wurde nun die Schließung gefordert.

Wenig einladend präsentiert sich das Lager Möhlau.

Susan Ali spricht kein Arabisch. Selbst Kurdisch, ihre Muttersprache, hat die 13-Jährige in den acht Jahren, die sie im Flüchtlingsheim von Möhlau lebt, weitgehend verlernt. »Was soll ich also in Syrien?!«, sagt sie. Eine Schule könnte sie nicht besuchen. Ihrem Vater, der einst Taxi fuhr und nach dem Verteilen kurdischer Zeitungen von den Behörden drangsaliert wurde, drohe sogar Gefängnis. Vor der Abschiebung, sagt Ali, »haben wir große Angst«.

Der Ausreise harrt die fünfköpfige Familie, deren jüngster Sohn in Möhlau geboren wurde, nach Auffassung der Behörden. In Möhlau lebten »nur abgelehnte Asylbewerber«, sagt ein Sprecher des Ordnungsamtes im Landkreis Wittenberg. Auch die Bedingungen, unter denen sie wohnen, hält er für angemessen: ein Plattenbau mit möblierten Wohnungen, die Bushaltestelle 1,2 Kilometer entfernt: »Grundschülern mutet man zwei Kilometer zu.« Susan Ali erlebt ein anderes Heim. Überfüllte Zimmer und verschimmelte Küc...

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