Arbeitszwang als Abschreckung

Workfare-Vertreter planen düstere Zukunft für Erwerbslose

  • Von Rudolf Stumberger
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Arbeitszwang als Drohung für Erwerbslose? Das planen die Zukunftskommissionen Bayerns und Nordrhein-Westfalens. Nun liegen die Ideen beim Wirtschaftsministerium – Vorläuferprojekte gibt es bereits.

In Meyers Konversationslexikon von 1890 ist unter dem Stichwort Arbeitshäuser zu lesen: »Die Einrichtung des englischen Werkhauses stützt sich vorzüglich auf die Abschreckungstheorie. Sie ist darauf berechnet, von der Inanspruchnahme öffentlicher Hilfe möglichst abzuschrecken und durch eignen Erwerb die Aufnahme in A. zu vermeiden.« 120 Jahre später lesen wir in einem Papier des Bundeswirtschaftsministeriums von Arbeitsangeboten, bei denen eine produktive Tätigkeit nur von »nachrangiger Bedeutung« ist, ansonsten »der ›abschreckende‹ Effekt im Vordergrund steht«. Dabei handelt es sich um »Workfare« – quasi eine Umschreibung von Zwangsarbeit. Das Papier soll die Zukunft der Erwerbslosen sein. So sehen es die Zukunftskommissionen Nordrhein-Westfalens und Bayerns vor.

»Der entstehende Anreiz, anstelle einer staatlicherseits angebotenen gemeinnützigen Ganztagstätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt auch solche Angebote anzune...

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