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Erkundung im Sonnenschein

Sarah Liebigt über den (Un)Sinn von »Street View«

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Ich klicke das kleine gelbe Männchen an und lasse es neben den Berliner Dom plumpsen. Schon schaltet der statische Stadtplanmodus auf die 360-Grad-Ansicht um. In Zukunft werden die öffentlichen Straßen der Stadt so zu betrachten sein. Strahlender Sonnenschein über ganz Berlin, egal ob man tags oder nachts durch die Straßen geht. So, als stünde man direkt vor Ort, kann man sich Wohnhäuser und Cafés, Fußgänger und Fahrradfahrer angucken.

Technisch und grafisch beeindruckend ist »Street-View«, das neue Spielzeug des Suchmaschinenriesen Google, durchaus. Doch die detailreiche Abbildung von Passanten und Restaurantgästen (auf bereits im Internet vorhandenen »Street-View«-Fotos aus London oder Paris), deren Sonnenbrillen, Armbanduhren und Handtaschen gut zu erkennen sind, ist ziemlich beängstigend.

Es ist bereits möglich, auf Googles Land- und Stadtkarten Straßen, Parks und Landschaften aus der Vogelperspektive zu betrachten. Menschen sind dort nur als kleine Farbtupfer zu sehen. Wozu dann noch die virtuelle Informationsmasse mit 3D-Ansichten von Städten und identifizierbaren Personen füttern? Wozu meine Freude auf neue Ausflugsziele schmälern, indem ich sie vorher im Netz ausgiebig besichtige?

Eitel Sonnenschein legt sich nicht übers digitale Straßengucken.

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