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Iran lässt Französin frei

Bedeutende Oppositionszeitung verboten

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Einen Tag nach der Haftentlassung der Französin Clotilde Reiss in Iran fordert die französische Regierung weiterhin deren vollständige Freilassung.

Paris/Teheran (AFP/ND). Nach der vorläufigen Haftentlassung einer französischen Universitätsmitarbeiterin in Iran hat die Regierung in Paris am Montag auf die endgültige Freilassung gedrängt. »Wir hoffen, dass diese Affäre schnellstmöglich abgeschlossen wird«, sagte Regierungssprecher Luc Chatel im Radiosender Europe 1. Allerdings habe Frankreich keine Informationen darüber, wann das Urteil gegen die 24-jährige gesprochen werde.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy werde sich weiter persönlich um den Fall kümmern, sagte Chatel. Nach anderthalb Monaten wurde Reiss aus dem Ewin-Gefängnis entlassen. Sie wartet nun in der französischen Botschaft in Teheran auf die Urteilsverkündung. Reiss wird vorgeworfen, zu Protesten gegen die Präsidentschaftswahl angestiftet zu haben. Die iranische Justiz bestätigte, dass eine Kaution gezahlt wurde. Laut dem Radiosender RTL wurden 300 000 Euro hinterlegt.

Der französische Präsident setzt in der Affäre offenbar weiter auf Syrien, einen traditionellen Verbündeten Irans. Der syrische Präsident Baschar el Assad wird diese Woche zu einem Staatsbesuch in Teheran erwartet. Paris hatte Damaskus bereits dafür gedankt, dass vergangene Woche eine französisch-ägyptische Botschaftsmitarbeiterin unter Auflagen freigelassen wurde, der gleichfalls die Teilnahme an den Demonstrationen vorgeworfen wird.

In Iran ist eine reformorientierte Zeitung des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mehdi Karubi verboten worden. In der Nacht zum Montag sei ein Vertreter der Staatsanwaltschaft in die Druckerei gekommen und habe das Erscheinen des Blattes »Etemad Melli« vorübergehend untersagt, erklärte Karubis Sohn Hus- sein auf der Internetseite der Partei seines Vaters.

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