Werbung

Hausbau, Handwerk

Urteile

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Häufig gewähren Handwerker und Bauunternehmer Kunden, die bald zahlen, Skontoabzug. Das Skontorecht geht nicht automatisch verloren, wenn der Auftraggeber einen Teil des Werklohns wegen eines Schadens einbehält (Dachdeckerfehler – Regenwasser im Gebäude). Das gilt zumindest dann, wenn der Bauherr den weitaus größten Teil der Gesamtforderung der Baufirma rechtzeitig bezahlt hat und von einem Anspruch auf Schadenersatz in Höhe der einbehaltenen Summe ausgehen durfte. (Urteil des Landgrichts – LG – Coburg vom 27. August 2009, Az. 14 O 712/07)

Hat ein Auftragnehmer für einen Bauherrn 1999 eine Terrasse abgerissen und eine neue gebaut, kann der Bauherr nicht zwei Jahre später der Abrechnung des Auftragnehmers entgegenhalten, die Bauleistung sei wegen Män-gel nicht »abnahmefähig«. Da der Auftraggeber die Terrasse seit Sommer 1999 benutzte, gilt damit die Werkleistung der Baufirma als »abgenommen«. (Urteil des Oberlandesgerichts Brandenburg vom 29. April 2009, Az. 4 U 85/07)

Verzögert sich ein öffentlich ausgeschriebenes Bauprojekt, weil ein unterlegener Bieter den Zuschlag an einen anderen Bieter überprüfen lässt und dies das Vergabeverfahren verlängert, und entstehen dadurch für den ausgewählten Auftragnehmer Mehrkosten (z. B. durch erhöhte Einkaufspreise), kann der Auftragnehmer vom öffentlichen Auftraggeber Ersatz der Mehrkosten verlangen. Zumindest dann, wenn der Zuschlag unverändert auf das Angebot erteilt wurde, ist die Vergütung gemäß VOB/B anzupassen. (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 11. Mai 2009, Az. VII ZR 11/08)

Wird eine Fensterfirma auf Basis eines Kostenvoranschlags, der Kosten in Höhe von 22 400 Euro vorsieht, mit dem Einbau von Fenstern beauftragt und beläuft sich die Schlussrechnung der Firma auf 27 100 Euro, muss der Bauherr zumindest dann trotzdem die volle Rechnung bezahlen, wenn der Differenzbetrag überwiegend durch zusätzliche Aufträge und Wünsche des Bau-herrn zustande kam. Wird ein Kostenvoranschlag für Handwerks- oder Bauarbeiten nur um etwa zehn Prozent überschritten, hat der Auftraggeber keinen Anspruch auf Schadenersatz. (Urteil des LG Coburg vom 20. Mai 2009, Az. 12 O 81/09)

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen