Volkmar Draeger 19.08.2009 / Brandenburg

Gewaltstudie und Computerspiel

Erste Gastspiele beim 21. Internationalen Festival »Tanz im August«

Die Compagnie Salia Nï Seydou eröffnete das Festival.

Mit einem Gastspiel aus Burkina Faso startete im Haus der Berliner Festspiele die 21. Ausgabe von »Tanz im August« ihren 17-Tage-Marathon. Gleich der Auftakt mit den drei Frauen und vier Männern der Compagnie Salia NÏ Seydou war ein bewegendes Erlebnis.

Lastende Stille liegt über der Szene, als in rotem Langkleid eine Frau singt – leise, traurig, anklagend. Im Zeitlupenkampf rempeln sich dazu zwei Männer, hebelt einer den anderen aus. Als die Frau zu einem Liegenden kommt, klingen ihre Worte wie ein Aufschrei, wie die Abrechnung mit einem Toten. Unter diesem Klang krümmt sich sein Körper, robbt er ihr nach. Musik, live erzeugt am Bühnenrand, erweckt Tänzer aus der Starre. Einer tritt seinen Partner aus der Hocke zu Boden, nervös schütteln sich Leiber, wenden sich blitzschnell, Rhythmus treibt sie, lässt sie vor einem Holzquadrat zum Klumpen gerinnen. Stierkampfposen nehmen sie ein, rangeln um einen Platz an der Wand. Ein Mann in ...

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