Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Der Mann, der Karsai beerben will

Abdullah Abdullah hat durchaus Chancen, den Amtsinhaber zumindest in eine Stichwahl zu zwingen

  • Von Britta Petersen, Kabul
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.
Die drei aussichtsreichsten Bewerber Abdullah Abdullah, Hamid Karsai und Ashraf Ghani (von links) Fotos: dpa

Sieht so der Wandel in Afghanistan aus? In eine helle Kurta, das weite afghanische Obergewand und einen paschtunischen Turban gehüllt, bahnt sich Abdullah Abdullah den Weg durch seine Anhängerschar in der südafghanischen Stadt Kandahar. Er hat lange gewartet mit seinem Auftritt in der Stadt seines Vaters. In der Hochburg der Taliban überlebte Präsident Hamid Karsai 2002 nur knapp einen Anschlag. Doch im Festzelt seines Herausforderers am gestrigen Mittwoch ist die Sicherheit lax: Die Polizei bittet am Eingang jeden Gast, seine Waffe abzugeben – das ist alles.

Als Abdullah endlich die Bühne erreicht, fällt prompt der Lautsprecher aus. Doch seine Anhänger lassen sich davon nicht irritieren. In seinem US-amerikanisch inspirierten Wahlkampf hat der 49-jährige Augenarzt sich im Obama-Stil als Mann des Wandels inszeniert. Und das ist es, was seine Anhänger sehen wollen. Was Abdullah zu sagen hat, ist zweitrangig. Der Kandidat versprich...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.