Instrument zur Profitsteigerung

IG Metall befürchtet Anstieg der Leiharbeit auf bis zu 2,5 Millionen

  • Von Hans Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Vor den Bundestagswahlen setzen die Gewerkschaften das Thema Leiharbeit erneut auf die politische Agenda. Gefordert wird eine stärkere Regulierung des Sektors und faire Bezahlung von Zeitarbeitern.

Ein Drittel der Arbeitsplätze in der Zeitarbeitsbranche verschwand seit Sommer 2008. Mit 800 000 Jobs hatte die Branche damals ihren Spitzenwert erreicht. Aktuell arbeiten noch rund 500 000 Menschen in Leiharbeit. »Kein anderer Sektor hat in so kurzer Zeit so viele Jobs abgebaut«, kommentierte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach gestern in Berlin.

Die IG Metall hatte tags zuvor gewarnt, dass sich die Zahl der Menschen, die in solch schlecht geschützten und in der Regel auch schlecht bezahlten Jobs arbeiten, mittelfristig auf bis zu 2,5 Millionen verfünffachen könnte, wenn sich die Konjunktur wieder erholt.

Der stellvertretende IG Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel geht davon aus, dass viele Unternehmen in den letzten Monaten dazugelernt und praktisch erfahren hätten, »wie leicht man sich von Menschen trennen kann«.

Kein Klebeeffekt

Daher drohe künftig ein noch gezielterer strategischer Einsatz von Leiharbeitern bei gleichzeitiger Ve...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.