Anna Maldini, Rom 22.08.2009 / Ausland

Ist das Leben von Flüchtlingen wertlos?

Neue Tragödie vor Italiens Küsten

75 Menschen sterben irgendwo zwischen Libyen, Malta und Italien – und alle sehen weg. Die neue Flüchtlingstragödie im Mittelmeer stößt nur auf Gleichgültigkeit. Der italienische Innenminister zieht die Aussagen der fünf Überlebenden sogar in Zweifel.

»Sie sahen wie Skelette, wie Gespenster aus«, erzählen die Helfer, die die fünf Überlebenden zuerst auf der italienischen Insel Lampedusa betreut haben. Ihre Geschichte ist furchtbar: Drei Wochen trieben sie hilflos auf einem Schlauchboot herum, während Benzin, Lebensmittel und auch Wasser immer weniger wurden und schließlich ganz ausgingen. 75 Flüchtlinge – die meisten aus Eritrea, einige aus Äthiopien – haben diese Fahrt, die sie in die Freiheit bringen sollen, nicht überlebt und wurden von ihren Leidensgefährten nach und nach tot ins Meer geworfen. Aber das ist noch nicht alles: »Wir sind mindestens zehn Schiffen begegnet, und keiner hat etwas für unsere Rettung unternommen«, erzählen die Überlebenden. »Nur ein Fischer hat uns irgendwann etwas Brot und ein paar Flaschen Wasser rübergeworfen.«

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