Schweriner Superstar in der Kritik

Nordost-Sozialministerin Schwesig übt sich in Bundespolitik – und vernachlässigt das Land, so Opposition und CDU

  • Von Velten Schäfer, Schwerin
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ob Ursula von der Leyen oder Angela Merkel: Im Wahlkampf der SPD legt sich die Schweriner Sozialministerin Manuela Schwesig mit den großen Gegnern an. Darunter leide die Politik im Nordosten, klagen Koalitionspartner CDU und die Oppositionsparteien. Die junge Ministerin konnte noch kein größeres Vorhaben verwirklichen.

Wer als Journalist im Nordosten gedacht hatte, mit dem Aufrücken der Schweriner Sozialministerin in Frank-Walter Steinmeiers »Kompetenzteam« endlich mal einen Standortvorteil zu haben, sieht sich in diesen Wochen enttäuscht. Alles, was die Bundespolitik angeht, wird über die Pressestelle im Berliner Willy-Brandt-Haus abgewickelt. Und für die Nordost-Presse heißt das zumeist: Ganz hinten anstellen, Mails schreiben, warten. Nicht selten ohne Erfolg.

»Fünf Gesetze stecken fest«

Manuela Schwesig, das »frische Gesicht« der SPD, ist gefragt im Bundestagswahlkampf. Für den Geschmack der anderen Parteien in Schwerin ist die telegene Ministerin allerdings viel zu sehr mit ihren Auftritten auf der Bundes-Bühne beschäftigt. Während Schwesig Interviews über Internetsperren gegen Kinderpornografie gebe oder die Bundeskanzlerin auf dem Gebiet der Gleichstellungspolitik angreife, vernachlässige sie ihre Aufgaben in Mecklenburg-Vorpommern, schallt es ...

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