Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

ND-Leser wandern zur Trabrennbahn

Herbsttour beginnt und endet am Sonntag, dem 20. September, im Pferdesportpark Karlshorst

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 3 Min.

In der Gegend der Trabrennbahn Karlshorst kennt sich ND-Mitarbeiter Konstantin Brandt aus. Da ist er aufgewachsen, dort lief er als Kind zu den sowjetischen Soldaten, die ihm das Schachspielen beibrachten. In der Wuhlheide fuhr Brandt im Winter Schlitten und später setzte er bei Wettkämpfen auf der Trabrennbahn kleine Beträge auf Sieg oder Platz. »Bei Trabern ist die Abstammung wichtig«, erzählt Brandt – und Lars Lorenz bestätigt das.

Konstantin Brandt organisiert seit einigen Jahren die ND-Leserwanderungen und Lars Lorenz arbeitet als Projekt- und Veranstaltungsbetreuer beim Rennbahn-Betreiber PSP Sportpark GmbH. Am Sonntag, dem 20. September, beginnt die ND-Herbstwanderung von 8 bis 11 Uhr auf dem Gelände der Trabrennbahn, unweit des Berliner S-Bahnhofs Karlshorst. Der einige hundert Meter lange Weg von der Station zum Startpunkt hinter der Tribüne wird ausgeschildert. Auch das Ziel befindet sich dort. Als Strecke dienen zwei Schleifen durch die Wuhlheide. Die Wanderer können wählen zwischen einer kurzen und einer langen Distanz, aber sie dürfen natürlich auch nur zum Ziel kommen und dort mitfeiern.

Während Brandt und Lorenz bei einem Glas Mineralwasser draußen auf der Terrasse des Restaurants den Termin besprechen und dabei ein bisschen fachsimpeln, tollen nebenan auf dem schönen Spielplatz ein paar Kinder im Sand. Ein Vater betätigt die Wasserpumpe. Die Knirpse quietschen vor Vergnügen.

Die in einer geschwungenen Form gestaltete Bühne steht unbenutzt, der Kiosk hat geschlossen, weil sich das Geschäft an einem Tag ohne Rennen gewöhnlich nicht lohnt. Das wird am 20. September anders sein. Lorenz hat schon eine klare Vorstellung, wo die Gulaschkanone aufgestellt wird. »Sollen wir Bohnensuppe machen?«, fragt er. »Normalerweise kochen wir Kesselgulasch. Das kommt immer an.« Konstantin Brandt überlegt kurz und stimmt zu: »Kesselgulasch ist gut.«

Auf dem Bildschirm drinnen im Restaurant laufen derweil auf drei Bildschirmen Übertragungen von Hunderennen, Polo und Galopp. Auf diese Wettkämpfe in aller Welt können Besucher wetten, wenn in Karlshorst kein Renntag ist. 40 Rennen jährlich stehen hier auf dem Programm. Eine Saison gibt es nicht. Die Rennen sind über das ganze Jahr verteilt. Sie reichen bis in die Weihnachtszeit hinein. Der Mindesteinsatz liegt bei 50 Cent. Nach oben gibt es keine Grenze, aber ab einer bestimmten Summe lohnt es sich nicht, noch mehr Geld zu wetten. Das hat mit der Berechnung der Quoten zu tun. Fest stehe, dass ein Gewinn bei einer Wette auf der Trabrennbahn leichter zu erzielen sei als beim Lotto, erläutert Lorenz.

200 bis 220 Pferde sind auf dem weitläufigen Gelände untergebracht – die Ponys nicht mitgezählt. Es gibt neben der Rennbahn noch eine Trainingsbahn und eine Traberfahrschule. Die Schnupperstunde in der Fahrschule kostet 20 Euro, ermäßigt 15 Euro. Ein Zehner-Kurs ist für 200 beziehungsweise 150 Euro zu haben. Bei einem solchen Kurs lernen die Teilnehmer Fertigkeiten, die ausreichen, in einem Gästerennen zu starten. Das kostet dann noch einmal 60 Euro extra. In einem speziellen Sulky können auch Rollstuhlfahrer trainieren. Ein Start in einem Gästerennen bleibt ihnen allerdings verwehrt. Dies ist nicht möglich.

Der nächste Rennabend auf der traditionsreichen Bahn findet am 28. August um 18 Uhr statt. Bereits ab 15 Uhr gibt es ein buntes Kinderprogramm mit Stallbesuch und Ponyrennen. Der Eintritt ist frei.

Trabrennbahn Karlshorst, Treskowallee 129, Tel.: 50 01 71 21, www.pferdesportpark.de

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln