Heilen durch Zauberkugeln

Vor 100 Jahren entwickelte Paul Ehrlich die Chemotherapie

  • Von Martin Koch
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Der Einsatz von chemischen Präparaten gegen Krankheitserreger und Tumorzellen wird auch als »Chemotherapie« bezeichnet. Vor 100 Jahren kam dieses Verfahren erstmals zur Anwendung – beim Kampf gegen die gefürchtete Geschlechtskrankheit Syphilis.

Jahrhundertelang hatte man kranke Menschen vor allem mit Heilkräutern und Naturstoffen behandelt. Oft nicht besonders erfolgreich. Der deutsche Mediziner Paul Ehrlich (1854-1915) suchte deshalb zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach neuen Wegen in der medizinischen Therapie. Ausgehend von der Erkenntnis, dass auch Krankheiten letztlich chemische Reaktionen sind, hoffte er, diese Reaktionen durch von außen zugeführte chemische Substanzen so verändern zu können, dass der Patient geheilt wird. Die »Zauberkugeln«, so nannte Ehrlich jene chemischen Substanzen, sollten dabei nur »die Körper angreifen, zu deren Zerstörung sie geschaffen wurden«. Gesunde Zellen hingegen sollten bei der Therapie keinen Schaden erleiden.

Zur damaligen Zeit gehörte die sexuell übertragbare Syphilis zu den am meisten gefürchteten Infektionskrankheiten. Sie wurde traditionell mit hochgiftigem Quecksilber behandelt, das bei den Patienten schwerste Nebenwirku...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:

Haben Sie ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 405 Wörter (3002 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.