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Nahtlos angeknüpft

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 2 Min.

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Die Thüringer NPD wird sich gefreut haben, als vor einigen Wochen die Junge Union mit Plakaten gegen Bodo Ramelow Front machte.

Darauf waren eine Bratwurst (»Echte Thüringer«) sowie der Spitzenkandidat der Linkspartei zur Landtagswahl (»Falscher Thüringer«) abgebildet. Daran knüpft die Nazipartei nun mit Plakaten an, auf denen der aus Angola stammende CDU-Politiker Zeca Schall als »Falscher Thüringer« herhalten muss. Das ist eine neue Eskalationsstufe des rassistischen NPD-Wahlkampfes; zuvor hatten Neonazis u.a. auf einer Kundgebung verlangt, dass Schall sich auf »Heimreise« begibt.

Was beiden Kampagnen gemeinsam ist: Sie schüren Stimmung gegen das vermeintlich Fremde. Das ist politisch gefährlich und den Fakten nach einfach nur dumm. Denn der aus Hessen stammende Ramelow lebt seit 1990 in Thüringen, Schall sogar noch drei Jahre länger. Darum geht es den Urhebern der Plakate auch gar nicht. Es geht darum, dumpfe Vorurteile zu bedienen (hier der böse Wessi, da der böse Ausländer). Zum Symbol für nationalistische Deutschtümelei war die Bratwurst übrigens schon vor Jahren vom NPD-Nachwuchs, den Jungen Nationaldemokraten, gemacht worden: »Bratwurst statt Döner«. Der Thüringer Jungen Union kommt das zweifelhafte Verdienst zu, das Motiv im Kampf gegen Ramelow aufgegriffen und weithin bekannt gemacht zu haben. An diese propagandistische Vorarbeit kann die NPD jetzt nahtlos anknüpfen.

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