Gysi sieht SPD in der Ypsilanti-Falle

LINKE erhofft sich von Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und an der Saar Rückenwind

  • Von Gabriele Oertel
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nicht nur Rückenwind für die Bundestagswahlen am 27. September erwartet die LINKE von den drei Landtagswahlen am Wochenende in Thüringen, Sachsen und dem Saarland. Vor allem sei das Abschneiden ihrer Partei wichtig für die soziale Entwicklung im Lande, so die beiden Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi und Oskar Lafontaine, am Donnerstag vor der Presse in Berlin.

Zwei gutgelaunte Fraktionschefs

Von der in den letzten 19 Jahren fast durchgängig bei der PDS zu beobachtenden Anspannung nur Tage vor wichtigen Wahlen keine Spur. Sichtlich gut gelaunt, geradezu fröhlich und spürbar optimistisch absolvieren die beiden Frontmänner der LINKEN ihren Auftritt vor der Bundespressekonferenz. Die Frage, ob Union, SPD, Grüne oder FDP Stimmen hinzugewinnen, sei gesellschaftspolitisch »völlig irrelevant«, erklärt Gysi und verweist auf die »Konsenssoße« aller anderen Parteien, in der nur die LINKE »nicht drin« sei, weshalb sie als störend empfunden werde. Völlige Übereinstimmung gebe es bei Union, FDP, SPD und Grünen über die Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan, die Notwendigkeit der Rentenkürzung um zwei Jahre, die Beibehaltung von Agenda 2010 und Hartz IV. Verlöre seine Partei an Stimmen, so Gysi, werde das Land »unsozialer, gröber und auch brutaler«. Würde die LINKE zulegen, würden die anderen Parteien als Reaktion darauf »fr...

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