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Mein Doppelgänger bin ich

Ab heute im Kino: »Whisky mit Wodka« von Andreas Dresen

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Kino ist viel mehr als das wirkliche Leben. In diesem Überschuss steckt auch schon das Problem: Mal ist es Kunst, mal Klamotte. Hier sagt es bereits der Titel: »Whisky mit Wodka« – eine vorsätzlich böse Mischung.

Aber genau das wollen Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase und Regisseur Andreas Dresen, das war die Grundidee dieses Films: Von zweien ist hier einer immer zu viel. Ist das eine Parabel auf das simple Marktprinzip, in dem keiner unersetzbar scheint, vor allem nicht, wenn er billiger zu haben und leichter zu lenken ist? Das auch, aber mehr noch ist es eine bitterböse Satire auf die Filmkunst dort, wo sie am wenigsten Kunst scheint und sich doch gerade als solche erweisen muss: im Allzumenschlichen des Mit- und Gegeneinanders der Beteiligten. Ganz abgesehen vom obersten Grundsatz jedes Filmdrehs seit Erfindung des Zelluloids: Die letzte Klappe kann man auf Knien kriechend erreichen, nur ausfallen darf keiner von denen, die bis...


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