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Karikatur: Christiane Pfohlmann
Karikatur: Christiane Pfohlmann

Lediglich 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen besuchen den Unterricht an einer allgemeinbildenden Schule. Der große Rest geht auf sogenannte Förderschulen. Der Begriff »Fördern« wurde vor noch nicht all zu langer Zeit eingeführt – ein Euphemismus für die Aussortierung einer ganzen Schülergruppe. »Sonderschule« hieß das in der alten Bundesrepublik früher – und treffender!.

Es ist daher für diese Gesellschaft eigentlich ein Armutszeugnis, dass Schulen, in denen Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen, mit einem Preis ausgezeichnet werden müssen. Andere Länder – nicht nur in Europa – brauchen solche Preise nicht, da dort das gemeinsame Lernen der Regelfall und nicht die Ausnahme ist.

Eine UN-Konvention fordert seit Anfang des Jahres auch von der Bundesrepublik Schritte für einen Umbau des Bildungssystems. Ziel ist ein inklusives Schulsystem, d.h. die Anpassung allgemeinbildender Schulen an die Bedürfnisse behinderter Kinder und Jugendlicher. Doch die Realität sieht hierzulande anders aus. In den Grundschulen klappt es hie und da noch mit dem gemeinsamen Lernen, auch in Gesamt- und Hauptschulen finden sich Kinder, die im Rollstuhl sitzen, blind, taub oder anderweitig gehandicapt sind. Doch in den Realschulen und den Gymnasien sind behinderte Jungen und Mädchen so gut wie unbekannt. Auch zwischen den Bundesländern gibt es massive Unterschiede. Während in den Stadtstaaten viele Schulen bereits auf die Inklusion setzen, besuchen auf dem flachen Land zahlreiche Behinderte »Förderschulen«. Die Begründung der Schulträger ist hierbei fast immer die gleiche: Die allgemeinbildenden Schulen seien weder baulich noch in punkto Personal auf den Unterricht mit behinderten Schülern eingestellt.

Dabei gilt unter Fachleuten es längst als erwiesen, dass vom gemeinsamen Lernen behinderte und nichtbehinderte Kinder gleichermaßen profitieren. Man muss es nur wollen!

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