Zünglein an der Waage züngelt zögernd

Saarländische Grüne fürchten internen Krach über anstehende Koalitionsentscheidung

  • Von Oliver Hilt, Saarbrücken
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Nach den Angriffen auf die LINKE schon im Wahlkampf tun sich die Grünen nun schwer, zwischen ihrer Abneigung und der Gelegenheit zu einer rot-rot-grünen Koalition an der Saar zu entscheiden. Die Führung will deshalb die Parteibasis einbinden – das kann dauern.

Die Grünen im Saarland wollen erst zwei Wochen nach der Bundestagswahl über eine Regierungsbeteiligung entscheiden. Als Zünglein an der Waage lassen sie sich Zeit für Gespräche mit CDU und FDP auf der einen und SPD und LINKEN auf der anderen Seite – beide Koalitionsvarianten sind möglich. Und sie lassen sich Zeit für eine intensive Rückkopplung mit der eigenen Basis.

Nach einem Beschluss des Parteivorstands vom Mittwochabend wollen die Grünen in der kommenden Woche zunächst mit Christ- und Sozialdemokraten, anschließend mit der LINKEN und den Liberalen sondieren. Es sollen drei Regionalkonferenzen in den drei saarländischen Wahlkreisen folgen, schließlich soll erst ein Parteitag am zweiten Oktoberwochenende endgültig entscheiden, mit wem ernsthafte Koalitionsgespräche geführt werden.

Die Saar-Grünen brauchen die Zeit, nicht nur, um ihr Gewicht in den Verhandlungen mit den beiden politischen Lagern auszuspielen und damit die Preise ...

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Das Blättchen Heft 19/18