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Merkel bedauert – und setzt Krieg fort

Die NATO bestätigt zivile Opfer des Luftangriffs in Afghanistan / LINKE demonstriert in Berlin

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Vier Tage nach dem verheerenden Luftangriff in Afghanistan, den die Bundeswehr veranlasst hatte, meldete sich gestern Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einer Regierungserklärung zu Wort: Sie bedauert, verspricht Aufklärung – und will weiter Deutsche am Hindukusch kämpfen lassen.

Punkt 12 Uhr kam die Eilmeldung: »NATO gibt zivile Todesopfer bei Luftangriff in Afghanistan zu.« Damit waren all die Konjunktive und Verweise auf Ermittlungen hinfällig, mit denen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsminister Franz Josef Jung (beide Union) in der gestrigen Sondersitzung des Bundestages noch um die Frage ziviler Opfer herumgeeiert haben. Traurige Bestätigung und Konkretisierung fand damit Merkels Bedauern: »Unschuldig verletzte und zu Tode gekommene Menschen auch und gerade infolge deutschen Handelns bedauere ich zutiefst.« Nach der Kanzlerin hatte Jung gesagt: »Wenn es zivile Opfer gegeben hat, dann erfordert das unsere Teilnahme und unser Mitgefühl.«

Das »wenn« kann sich Jung in Zukunft sparen. Dass durch den Luftangriff auf zwei von Taliban gekaperte Tanklastwagen, den die Bundeswehr befohlen hatte, Zivilisten getötet wurden, hat die NATO-Truppe ISAF am Dienstag in Kabul bestätigt. Nach ersten Untersuchunge...


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