Puschkin, der fremde Dichter

Schule umgetauft

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In Dresden wurde dieser Tage eine Schule umbenannt. Das hat es, mag man anmerken, in Sachsen in den letzten 20 Jahren öfter gegeben. Die Grundschule im Stadtteil Kleinzschachwitz war indes nicht nach einem Arbeiterführer benannt, sondern nach Alexander Puschkin. Alexander wer?, sollen allerdings die Schüler immer wieder gefragt haben. Sie hätten mit dem Namen rein gar nichts anfangen können, sagt die Schulleiterin. Grund genug, ihn abzulegen: »Für uns standen die Kinder im Vordergrund.«

Ein Schelm, wer nun anmerkt, die Pädagogen hätte die Kinder ja aufklären und ihnen etwas über den russischen Nationaldichter erzählen können. Ein Naseweis, der betont, in Russland würden Kinder deutsche Nationaldichter wie Schiller und Goethe vermutlich nicht nur kennen, sondern mit einiger...


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