Keine Entwicklung ohne fairen Handel

Die Welthandelsorganisation wird ihrem Gründungsanspruch nicht annähernd gerecht

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ein großer Schritt für Berlin, ein kleiner für die Welt: Durch das von der rot-roten Koalition geplante Vergabegesetz würde Dumpingpraktiken bei öffentlichen Aufträgen in Berlin künftig ein Riegel vorgeschoben. Für eine neue, faire Weltwirtschaftsordnung bedarf es indes weit mehr, als ein Vergabegesetz je leisten kann.

Milchbauer in Sambia: Opfer der EU-Milchsubventionen

»Wir haben Erdnüsse exportiert, das wurde uns kaputtgemacht. Wir exportierten Fisch, der wurde uns weggefangen. Nun exportieren wir eben Menschen.« Die Aussage des senegalesischen Bauernpräsidenten Samba Gueye bringt die Entwicklung des Welthandels im Zuge von Globalisierung und Liberalisierung treffend auf den Punkt. Nichts ist aus der Neuen Weltwirtschaftsordnung geworden, die die 1965 gegründete UNCTAD (UN-Konferenz für Handel und Entwicklung) als Interessenvertreter des Südens in den 70er Jahren lautstark gefordert hat. Dabei wollte die UNCTAD nicht mehr, als die Idee einer Internationalen Handelsorganisation (ITO) wieder beleben, die 1944 auf der Bretton-Woods-Konferenz als dritter Pfeiler für die Weltwirtschaft neben dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank eigentlich geplant war. Eigentlich, denn die umfassende Havanna-Charta der ITO wurde nie verabschiedet. Sie hatte internationale Wettbewerbsregeln, Schutzklaus...

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