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Wissenschaft?

  • Von Steffen Schmidt
  • Lesedauer: 2 Min.

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Fachleute aus der Energiewirtschaft behaupten gerne, die Gefahren der Atomenergie würden maßlos übertrieben und wissenschaftlich seien die meisten Behauptungen der Atomkraftgegner doch längst widerlegt. Die jüngsten Enthüllungen über die merkwürdige Genese der Gutachten über das potenzielle Atommüllendlager Gorleben allerdings belegen vor allem eines: Auch die Wissenschaft in einer Demokratie ist nicht sicher vor Druck aus der Politik. Und sie belegen, das Fiasko im »Versuchsendlager« Asse ist Folge systematischer Unterschätzung von Risiken, die die Politik auf dem Weg zum Endlager nicht sehen wollte. Denn genau das, was in der Asse passierte – der Einbruch von Wasser –, hatten frühe Fassungen des offiziellen Gutachtens auch für Gorleben in Betracht gezogen. Damit wären die Pläne für das Endlager gestorben gewesen.

Doch der Salzstock Gorleben hatte jenseits aller Geologie einige Eigenschaften, die ihn 1983 sehr attraktiv für die Politik machten: Er lag weit weg von den Ballungszentren der Bundesrepublik an der Grenze zur ungeliebten DDR. Die ebenfalls in der Fachwelt diskutierten Endlagermöglichkeiten in Tongesteinen oder Granit dagegen hätten zum Teil im dicht besiedelten und damit vorhersehbar widerständigen Süden der BRD gelegen. Und so weit reichte die Liebe zur Atomenergie bei den beiden Ministern Friedrich Zimmermann (CSU) und Heinz Riesenhuber (CDU) nicht, sich dieses Problem in ihre Wahlkreise zu ziehen.

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