Stefan Bollinger 12.09.2009 / Debatte

Zeiten der Utopien

60 Jahre doppelte Staatsgründung und 20 Jahre antistalinistisch-demokratische Revolution

In diesen Wochen und Monaten begegnen sich im Jubiläumsrückblick auf die deutsche Nachkriegsgeschichte zwei Ereigniskomplexe, die zugleich Zäsuren nationaler und internationaler Entwicklung sind. Mit der doppelten Staatsgründung 1949 wurden zum einen über vier Jahrzehnte deutsche Zweistaatlichkeit eingeleitet. Ihr vorangegangen war die bedingungslose Kapitulation des Deutschen Reiches, in deren Folge in keinem Teil Deutschlands eine souveräne Entwicklung möglich war, weil deutsche Politik den Interessen und Weisungen der jeweiligen Siegermächte unterworfen war. Zum anderen stehen die Ereignisse des Herbstes 1989 in der DDR für den Aufbruch zu demokratischer Selbstbestimmung, der Wege zur staatlichen Vereinigung öffnete. Diese vollzog sich dann durch Beitritt der ostdeutschen Länder zur Bundesrepublik.

Übereinstimmungen und Polarisierungen

Wie schon vor zehn Jahren fokussiert sich die offizielle Erinnerung an 1949 auf die Gründungsakte ...

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