Daimler ganz hinten

Deutsche Hersteller mit hohem CO2-Ausstoß

Frankfurt am Main (ND/dpa). Die deutschen Autohersteller liegen beim CO2-Ausstoß ihrer Flotten weiterhin deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die der europäische Verkehrs- und Umweltverband »Transport & Environment« am Dienstag anlässlich der Internationalen Automobilausstellung (IAA) veröffentlichte. Während die im Jahr 2008 EU-weit verkauften Pkw im Schnitt 153 Gramm CO2 pro Kilometer ausstießen, lag dieser Wert bei den Autoflotten deutscher Hersteller um zehn Gramm höher. Daimler belegte mit 175 Gramm den letzten Platz unter den 14 ausgewerteten Herstellern, Volkswagen lag mit 159 Gramm auf Rang 12 und BMW mit 154 Gramm auf Platz neun. Der Verkehrsclub Deutschland, die Deutsche Umwelthilfe und der WWF forderten angesichts der Zahlen die deutschen Hersteller dazu auf, ihre Anstrengungen für spritsparende Fahrzeuge zu erhöhen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes besitzen rund 9 Millionen der 39 Millionen Haushalte in Deutschland kein Auto. Vor allem Einpersonenhaushalte kommen häufig ohne Wagen aus, nämlich 43 Prozent. Ab vier Menschen im Haushalt sinkt die Quote der Automuffel auf 4 Prozent.

Der weltgrößte Autozulieferer Bosch rechnet mit Verlusten und wird Ende 2009 weltweit mit voraussichtlich 270 000 rund 10 000 Mitarbeiter weniger als zu Jahresbeginn haben. Der Umsatz werde um rund 15 Prozent einbrechen, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach auf der IAA. Ferner wurde bekannt, dass der drittgrößte deutsche Zulieferer ZF Friedrichshafen vom Staat einen Notkredit von 250 Millionen Euro erhält.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung