Werbung

Wachstum als Selbstzweck

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Es überrascht nicht, dass ausgerechnet Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy zu einer kopernikanischen Wende in der Wirtschaft aufruft. Schließlich setzt die frankophile Lebensart auf Genuss und Lebensfreude. Schuften aus reinem Selbstzweck, zum bloßen Gelderwerb hingegen ist ihr eher fremd. Mit seinem Vorstoß, von der ausschließlich auf Quantität und Wachstum basierenden Bewertung des wirtschaftlichen Tuns abzurücken und es stärker am sozialen Fortschritt sowie an Nachhaltigkeit zu messen, zielt Sarkozy auf das ökonomische Selbstverständnis, wie es seit über 200 Jahren die kapitalistische Welt beherrscht. Mit Wachstum allein sind weder die großen Menschheitsprobleme, wie ausufernder Ressourcenverbrauch und die drohende Klimakatastrophe, noch die kleinen Sorgen um Lebensqualität zu meistern. Es geht dabei um nichts Geringeres als um eine zukunftsfähige Neujustierung der Wirtschaft, deren zunehmende Asozialität ansonsten auf sie selbst zurückzuschlagen droht.

Jedoch mit einer guten Idee allein wird jene Zeitenwende nicht zu haben sein. Wirtschaftliches Denken und Tun sind mit widerstreitenden Interessenlagen verbunden. Das wird auch Frankreichs Präsident zu spüren bekommen – spätestens, wenn er für seinen Vorstoß beim anstehenden Gipfel in Pittsburgh unter den Großen 20 werben will.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Noch kein Abo?

Jetzt kostenlos testen!

14 Tage das »nd« gratis und unverbindlich als App, digital oder gedruckt.

Kostenlos bestellen