Arbeit, Wärme, lebt wohl

Georg Katzers »Für Louise« in Cottbus uraufgeführt

  • Von Stefan Amzoll
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wer hätte das gedacht – nach Jahren relativer Stagnation. Der Opernbetrieb zog es vor, schillernde Fröhlichkeit zu verbreiten. Das Schauspiel glänzte gleichfalls nicht mit eingreifenden, die Probleme der Zeit ergreifenden Premieren wie noch unter Intendant Christof Schroth. Nun hat das Staatstheater Cottbus mit Mario Holetzeck einen neuen Schauspieldirektor, und der junge Evan Christ geht in seine zweite Spielzeit als Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters. Siehe da, schon tut sich manches.

Überraschend, ja sensationell der Konzertspielplan. Er enthält eine Serie von Uraufführungen. In jedem der acht Philharmonischen Konzerte soll ein kurzes, eigens für den Klangkörper geschriebenes Werk erklingen. Wo gab, wo gibt es das schon? Geplant ist ein Wechsel der Handschriften und Temperamente. Das Publikum soll herangeführt werden an ungewöhnliche Klang- und Erfahrungswelten.

Keineswegs dürften nur rein orchestrale Werke zu erwarten...

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