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Zu wenig Rätinnen mit Aufsichtsmacht

Initiative will Frauenanteil in den Topetagen der DAX-Unternehmen per Gesetz erhöhen

  • Von Silvia Ottow
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Auf einer Tagung in Berlin beschäftigten sich gestern Vertreter von Politik und Wirtschaft mit den Strategien gegen den Mangel von weiblichen Führungskräften in den Aufsichtsräten der führenden deutschen Unternehmen. Frauen sind darin mit neun Prozent extrem unterrepräsentiert.

Es wäre schön gewesen, hätte man Simone Bagel-Trah gestern in der Britischen Botschaft in Berlin getroffen. Die 40-jährige Ururenkelin des Henkel-Konzern-Gründers übernimmt in diesem Monat als erste Frau den Vorsitz im Aufsichtsrat und im Gesellschafterausschuss eines DAX-Konzerns.

Die promovierte Mikrobiologin und Mutter zweier Kinder hätte auf der leicht theorielastigen Konferenz von FidAR e.V. einmal erklären können, wie sie es ganz praktisch geschafft hat, an die Spitze dieses Unternehmens zu kommen. Henkel hat immerhin weltweit 55 000 Beschäftigte und einen Jahresumsatz von 14 Milliarden Euro. Normal ist das jedenfalls für deutsche Verhältnisse nicht. Dieses Land gehört bei der Beteiligung von Frauen in diesen Gremien zu den Schlusslichtern in Europa, obgleich auch hier Frauen fast die Hälfte der Erwerbstätigen stellen, über hohe eigene Kaufkraft verfügen und mehrheitlich die Kaufentscheidungen für Konsumgüter treffen. Lediglich 1...


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