Ex-Bundeswehrgeneral verlässt ein Schlachtfeld

Innenminister Jörg Schönbohm geht in Pension und reist am 14. November erst einmal nach Jakarta

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Schönbohm an der Glienicker Brücke, früher Brücke der Einheit

Es ist in den vergangenen Monaten ruhig um ihn geworden. Dennoch ist es ein landespolitisches Signal mit Tiefgang: Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) räumt mit dem Ende der Legislaturperiode die Kommandobrücke und zieht sich in den Ruhestand zurück. Nachdem er vor mehr als zwei Jahren den Vorsitz der Landes-CDU abgegeben hatte, sagt er nun auch dem Kabinett ade. Gesichtslos oder langweilig war er nie. Mit seinem Namen verbindet sich in der Tat eine Prägung der Landespolitik.

»Am 14. November um 14.45 Uhr geht das Flugzeug«, sagte er gestern schmunzelnd. Von dieser Sekunde an sei er nicht mehr im Dienst. Erst werde es Jakarta sein, wo er Freunde habe und einige Vorträge halte. »Wenn ich wiederkommen, dann bin ich ein Neuer.«

Neue Wirkungsfelder hat sich Schönbohm in seinem Leben immer mal gesucht. Nach langer Karriere in der Bundeswehr, wo sich Schönbohm die Generalsepauletten verdiente, kam er als Abwickler der Nationalen Volksarmee der ...

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