Bushs »Raketenschild« liegt nun auf Eis

Genugtuung in Russland / Pentagon arbeitet an Alternativen

  • Von Olaf Standke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Viel Schlaf dürfte Jan Fischer nicht gehabt haben. Wie der Prager Premier gestern berichtete, hat ihn USA-Präsident Barack Obama in der Nacht zuvor telefonisch über die Entscheidung informiert, die vereinbarte Radaranlage für das Raketenabwehrsystem in den böhmischen Wäldern nicht zu installieren. Da war schon ein Artikel des »Wall Street Journal« in der Welt, wonach Washington die Pläne für ein Raketenschild in Osteuropa vorerst auf Eis legen wolle. Das iranische Programm zum Bau von Langstreckenraketen sei nicht so schnell vorangekommen wie zunächst befürchtet.

2006 hatte Präsident Bush das teure Projekt eines Abwehrsystems in Polen und Tschechien angeschoben, um angeblich Raketen aus »Schurkenstaaten« wie Nordkorea und Iran abfangen zu können. Vor allem in Russland fand es scharfe Kritik. Moskau fühlte sich durch USA-Raketen unmittelbar vor der eigenen Haustür bedroht. Der Kreml drohte seinerseits mit massiven Gegenmaßnahmen wie der Stationierung von Mittelstreckenraketen in der Region Kaliningrad unmittelbar an der Grenze Polens. Trotzdem unterzeichneten Washington und Warschau vergangenen Sommer einen Vertrag über den Bau von Silos unweit von Slupsk. Bis 2013 wollte das Pentagon dort zehn Abfangraketen stationieren. In Mittelböhmen sollte zeitgleich das Leitradar für dieses System installiert werden.

Doch schon gleich nach dem Machtwechsel im Weißen Haus hatte der neue Präsident eine Überprüfung des umstrittenen Projekts angekündigt. Auch in Polen, aber mehr noch in Tschechien gab es starke...

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