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Luftleichtigkeit

Angela Krauß: »Ich muß mein Herz üben«

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ich muß mein Herz üben«, sagt Angela Krauß. Warum – und wie stellt man das an? Vielleicht, indem man sich zunächst vom Müssen befreit. »Für das Flüchtige ist Zeit nötig«, sagt Hanns Schimansky, der zum Band die Zeichnungen schuf, in Angela Krauß' Erzählung »Schimansky, der Großonkel und ich«. »Am meisten nötig ist Müßiggang«, fügt er hinzu, »Müßiggang in sprödem Milieu.« An sprödem Milieu herrscht kein Mangel, doch der Müßiggang, von dem hier die Rede ist, kann als Lebenskunst verstanden werden.

Sein »Herz üben«: lebendig sein. Um des Lebens willen sich nicht verkrampfen und verschließen. Ein kaltes Herz tut weh. Geist und Körper üben. Den Augenblick auskosten, der doch immer rätselhaft bleibt, die genaue Beobachtung genießen, sich in Einzelheiten versenken und in die große Reflexion – zum Beispiel über die Ozeane. »etwas gänzlich Unbegreif- liches,/ größer als wir mit unserem Land unter den Füßen.// Mehr als zum Leben biete...


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