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Jeder europäische Opel-Standort will sein Stück vom Kuchen verteidigen, wenn Magna den Stellen-Rotstift ansetzt. Zu einem gewissen Grad ist dies verständlich, hängt doch für jeden einzelnen Opelaner auch die eigene Zukunft an seinem oder ihrem Job. Die Demonstration in Antwerpen durchkreuzt die Logik der individuellen Vorteilssicherung für einen Moment und setzt ein Signal: Gemeinsam sind wir stark. So sollte es jedenfalls sein. Indes, man hätte sich mehr Leute gewünscht, die gestern gemeinsam auf die Straße gingen. So weit, so machte es leider den Eindruck, ist es mit der Solidarität der Arbeitnehmer dann doch nicht her. Allein im spanischen Saragossa hatten am vergangenen Wochenende 15 000 Menschen gegen einen möglichen Jobabbau an dem iberischen Standort protestiert.

Die Stimmen, die von Seiten der EU-Kommission jetzt gegen die deutschen Opel-Staatshilfen laut werden, machen noch ein neues Fass auf. Die Steuerzahler sollen zwar die Wirtschaft retten, daran aber keine politischen Forderungen knüpfen dürfen, heißt es dort nämlich implizit. Magna soll also selbst entscheiden dürfen, wo der Konzern, frisch aufgetankt mit staatlichen Geldern, Stellen streicht.

Dass auf diese Weise ein einigermaßen gerechter Ausgleich zwischen den europäischen Produktionsstätten trotz der Kürzungen eher gewahrt werden kann, scheint dabei jedoch mehr als fraglich.

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