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ND im Club Ikone geehrt

»Er war eine antifaschistische Ikone und strahlte eine Aura und Autorität aus, der man sich unterwerfen musste.« Gemeint war damit der 2007 verstorbene Kurt Julius Goldstein, Jude, Kommunist, Spanienkämpfer und Auschwitzhäftling. Der dies über ihn sagte, heißt Heinrich Fink und ist Vorsitzender der VVN-BdA. 1990 habe Goldstein, so der Theologieprofessor, darauf gedrängt, dass ein Bund der Antifaschisten gegründet und derart der Staffelstab der Erinnerung und Mahnung von den noch wenigen lebenden Zeugen der Nazibarbarei an jüngere Generationen weitergegeben werde.

An den ehemaligen Ehrenpräsidenten des Internationalen Auschwitz-Komitees erinnerte am Mittwochabend ND im Klub. Die Schriftstellerin Rosemarie Schuder stellte die jüngst erschienene erweiterte und aktualisierte Neuauflage des Buches »Nr. 58866: ›Judenkönig‹. Das Leben des Kurt Julius Goldstein« (vbb, 273 S., br., 14,90 €) vor, das sie Mitte der 90er Jahre mit ihrem Mann Rudolf Hirsch verfasst hatte. Sie erinnerte sich mit Genugtuung an die vielen anregenden Begegnungen und Gespräche mit Goldstein und bot dem interessierten Publikum Leseproben, die den Lebensweg des K.J.G. in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Zeitraffertempo nachzeichneten. Moritz Reininghaus, Redakteur der nach einer Zwangspause demnächst wieder erscheinenden »Jüdischen Zeitung«, berichtete, von Goldsteins Standfestigkeit und Optimismus beeindruckt gewesen zu sein. ND

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