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Atomscheibchen

Schwarz-Gelb warnt bekanntlich vor Radioaktivität. Die künftige Bundeskoalition möchte entsprechend ihrer Farben die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängern. Nun ist die Zeit der Wahlkampfwunschzettel aber vorbei und ganz einfach wird sich nicht durchregieren lassen. Es gibt Kritik in den eigenen Reihen, und die zu neuem Leben erwachte Anti-AKW-Bewegung läuft sich schon für den Widerstand warm. Da kommt es auch nicht zupass, dass Atomlobbyisten nun auch die Müllfrage ins Spiel bringen. Die Helmholtz-Gemeinschaft behauptet, der Salzstock Gorleben sei für ein Endlager geeignet. »Die Experten« hätten alle offenen Fragen mittlerweile abgearbeitet. Solche Aussagen erinnern fatal an die 60er und 70er Jahre, als Studien manipuliert und kritische Wissenschaftler mundtot gemacht wurden. Und das Desaster im »Forschungsendlager« Asse ist von atomnahen »Experten« mit zu verantworten.

Natürlich kann auch eine Regierung Merkel-Westerwelle nicht einfach die Zeit zurückdrehen. Längere Laufzeiten, Gorleben als Endlager und womöglich Überlegungen, neue AKW zu bauen, sind angesichts der breiten Ablehnung in der Bevölkerung nicht als Sofortprogramm durchsetzbar. Das gewünschte Atom-Revival kommt wohl eher scheibchenweise. Was die Sache nicht besser macht.

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