Verurteilt wegen Zivilcourage

Antifaschistin in Franken muss Geldstrafe zahlen

  • Von Leonhard F. Seidl
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bayerische Justiz gegen couragierte Nazigegner: Die Antifaschistin Corinna L. wurde am Dienstag wegen Teilnahme an zwei Blockaden eines Naziaufmarschs im fränkischen Gräfenberg freigesprochen, aber wegen vermeintlicher Körperverletzung verurteilt. Die Neonazitruppe »Freies-Netz-Süd« kündigte an, die regelmäßigen Aufmärsche in dem Ort einzustellen.

Am Dienstag wurde die Verhandlung gegen Corinna L. am Amtsgericht Forchheim von 40 Unterstützern und einer Aktivistin begleitet, die von einem Laternenmast ein Plakat zeigte, auf dem stand: »Geistigen Rückschritt blockieren«. Corinna L. wurde vorgeworfen, an zwei Sitzblockaden in Gräfenberg teilgenommen und sich gewehrt zu haben, als sie weggetragen wurde, wodurch sich ein Polizist die Handknöchel an einer Hauswand aufgeschürft habe. Die Hand eines weiteren Beamten soll gegen einen Laternenmast gedrückt worden sein. Die Angeklagte bekannte sich schuldig, allerdings nicht im Sinne der Anklage, sondern »Zivilcourage gezeigt, wie es allenthalben gefordert wird, und versucht zu haben, Nazis wenigstens symbolisch im Weg zu sein«.

Die Beamten verwickelten sich während der Aussagen zu den Verletzungen, bei denen es sich um Abschürfungen handelte, in Widersprüche. Im medizinischen Bericht wurde die rechte Hand als verletzt angegeben, der Poliz...

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