Olaf Standke 10.10.2009 / Ausland

Hoffnungszeichen oder »kolossaler Fehlgriff«?

Zwiespältiges Echo auf Verleihung des Friedensnobelpreises an USA-Präsident Barack Obama

Wer wurde im Vorfeld nicht alles genannt. Auch Rockstar Bono und Altkanzler Helmut Kohl. Die Kandidatenliste für den diesjährigen Friedensnobelpreis war mit 205 Namen so lang wie nie zuvor und dabei bunt bis bizarr. Vorschläge einreichen können bis jeweils 1. Februar eines Jahres Nobelpreisträger, Parlamentsabgeordnete sowie Universitätseinrichtungen. »Die namhaften Staats- und Regierungschefs werden eigentlich immer nominiert«, weiß Geir Lundestad, der Chef des Nobelinstituts, zu berichten.

Dass das fünfköpfige Komitee – während andere Preise in Stockholm vergeben werden, wird die Auszeichnung für Frieden in Oslo verliehen – mit USA-Präsident Barack Obama aber einen erwählte, der kaum neun Monate im Amt ist, ließ Medien gestern von einer »Sensation« sprechen. Der TV-Sender CNN wollte sogar wissen, dass Obama »nicht einmal auf der Favoritenliste stand«. Der Nobelpreis sei wohl die »Anerkennung für seine Versprechen«. In der Realität wächst selbst in den Reihen der Demokraten die Kritik an »Obamas Krieg« in Afghanistan, der mit massiven Truppenaufstockungen ein »zweites Vietnam« werden könnte. Menschenrechtler in den USA sind zunehmend enttäuscht wegen der stockenden Abwicklung des berüchtigten Gefangenenlagers Guantanamo und der Weigerung Obamas, Menschenrechtsverletzungen der Bush-Ära juristisch aufzuarbeiten

Dieser Nobelpreis gilt als die bedeutendste internationale Auszeichnung im Bemühen um eine friedlichere...

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