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Bedrohte Flussmündungsgebiete

Ökologen fordern Renaturierung zugunsten des Küstenschutzes

  • Von Susann Witt-Stahl
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels verschärft sich der Konflikt zwischen der wirtschaftlichen Nutzung der Flüsse und dem Naturschutz. Das gilt vor allem in den Ästuargebieten: jenen Regionen um Flussmündungen an Flach- und Gezeitenküsten – die größten in Deutschland finden sich an Elbe, Weser und Ems.

Als Schnittstellen zwischen Fluss und Meer mit ihrer besonderen Wasserbeschaffenheit des Übergangs von Süßwasser zum Salzwasser (Brackwasser) sind die sogenannten Ästuare hoch dynamische Ökosysteme mit einer großen Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten, die sich genau diesen speziellen Verhältnissen angepasst haben. Daher hat die Europäische Union weite Teile dieser Landschaften zu Schutzgebieten erklärt, davon 20 000 Fauna-Flora-Habitat- und 4000 Vogelschutzgebiete.

Aber Ästuare sind auch ein Wirtschaftsfaktor. Tendenz: steigend. Die Elbe beispielsweise zwischen Geesthacht und Nordsee ist eine der meist befahrenen Schifffahrtsstraßen der Welt. »Angesichts der komplexen Nutzungsansprüche ist eine gemeinsame Perspektive für die Ästuarentwicklung erforderlich, die wirtschaftliche Interessen, Hochwasser-, Gewässer- und Naturschutz miteinander verbindet«, erklärte Dorothea Derksen von der Ham...


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