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Auenwälder mit Seltenheitswert

Erster deutscher Zustandsbericht zeichnet ein düsteres Bild

  • Von Walter Schmidt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

An Deutschlands meist begradigten oder zwischen Deichen eingezwängten Flüssen gibt es kaum noch intakte Auenwälder. Das ist nicht nur ein gravierender ökologischer Mangel; es fördert auch Hochwasserkatastrophen. Der erste deutsche Auenzustandsbericht fordert deshalb mehr Raum für freiere Flüsse.

Für viele Bundesbürger dürfte ein »schöner Fluss« ungefähr so aussehen: leicht geschwungener Verlauf, einzelne Büsche oder Trauerweiden entlang der Ufer und auf beiden Seiten möglichst ein Rad- und Spazierweg, den regelmäßig Schatten spendende Bäume mit Sitzbänken darunter säumen. Und so sehen Deutschlands Flüsse über weite Strecken leider auch aus.

Staustufen und durchschnittene Flussschlingen, Ufermauern und -schüttungen, Campingplätze und Wohngebiete inmitten der einst von Auwald bestandenen Flusssäume haben sich entlang fast aller größeren Flüsse breit gemacht – zumindest am Unter- und Mittellauf. Zudem bedrängen Felder und intensiv genutztes Grünland die Gewässer.

Natürliche Fließgewässer mit ökologisch vielfältigen, vor Leben wimmelnden Auenwäldern gibt es hierzulande hingegen kaum noch. Das unterstreicht der erste deutsche Auenzustandsbericht, den das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn Anfang Oktober vorgelegt hat. Mi...


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