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Angehaltende Zeit

Norbert Scheuer: »Überm Rauschen«

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sollte, fast wider Erwarten, Norbert Scheuer den Deutschen Buchpreis bekommen, wäre das ein Votum fürs Unspektakulär-Zauberhafte, fürs Still-Vergehende – eine Entscheidung dermaßen gegen den Mainstream, dass die Jury für lange gegen den Vorwurf von Marktorientiertheit gefeiht wäre. Aber der Autor muss einflussreiche Liebhaber seines Werks gefunden haben, sonst wäre sein Buch nicht in der FAZ vorabgedruckt worden. Leser konnten sich überzeugen von der Kraft seiner leisen Sprache, die so authentisch wirkt, als sei alles autobiografisch, was er erzählt.

Man muss Norbert Scheuers frühere Werke – die Romane »Der Steinesammler« (1999) und »Flussabwärts« (2002), die Erzählbände »Der Hahnenkönig« (1997) und »Kall, Eifel« (2005) – nicht kennen, um sich im neuen Roman, »Überm Rauschen« sofort den Menschen und Dingen zugehörig zu fühlen. Aber wenn man weiß, dass der Autor seit jeher schon in jenem kleinen Eifeldorf Kall ein Zentr...


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