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Warum nicht die oder der?

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.
Zur Bekanntgabe der sechs Finalisten für den Deutschen Buchpreis 2009 schickte dpa zwei Fotos: von Herta Müller und von Kathrin Schmidt. Votum vorab gegen die anderen vier? Wahrscheinlich war es einfach so, dass von Rainer Merkel, Norbert Scheuer, Clemens J. Setz und Stephan Thome nicht gleich Bilder zur Hand waren. Wer hätte auch damit rechnen können, dass die Jury solch ein Überraschungspaket schnürt? Warum nicht Brigitte Kronauer? Warum nicht Anna-Katharina Hahn? Warum nicht Reinhard Jirgl? Warum nicht Kathrin Gerlof, deren Roman »Alle Zeit« nicht mal auf die »Longlist« kam? Oder Rothmann, Bönt, Genazino?

Aber dieses »Warum nicht?« ist für den Deutschen Buchpreis Teil der Wirkung. Indem – künstlich – eine Wettkampfsituation hergestellt wird, gerät die deutsche Literatur eines Jahres als Ganzes in den Blick. Ob vor oder nach der Jury-Entscheidung, jeder kann, soll mitreden. Haup...


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